Ostschweizerische Waffensammler-Gesellschaft

Die Ostschweizerische Waffensammler-Gesellschaft (kurz OWG) wurde 1983 im Raum St. Gallen gegründet. Die OWG ist ein gemeinnütziger Verein, in welchem sich aktuell rund 300 Mitglieder, sowohl Frauen als auch Männer, aus der gesamten Region Ostschweiz, vom Val Müstair bis in Zürcher Weinland und von Schaffhausen bis ins Glarnerland, engagieren.

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Wer sich in der OWG engagiert

Die OWG ist ebenso bunt durchmischt wie jeder andere Verein. In der OWG sind Frauen und Männer, Junge und Ältere, Lehrer, Polizisten, Bauern, Ärzte, Schreiner, Bankangestellte, Waldarbeiter, Elektriker, Mechaniker, Akademiker, Musikinstrumentenbauer und freie Unternehmer aktiv. Würden wir alle individuellen Charakteristika unserer Mitglieder aufzählen – diese Website würde nicht ausreichen. Daher kurz und bündig: Die Mitglieder der Ostschweizer Waffensammler-Gesellschaft stammen aus allen Altersgruppen und repräsentieren alle gesellschaftlichen Schichten. Selbstverständlich bekennen sich alle Mitglieder zu unserer freiheitlichen und friedlichen Rechtsordnung und erfüllen sämtliche gesetzlichen Vorgaben, insbesondere bezüglich des Schweizerischen Waffenrechts (siehe auch Rubrik «Mitgliedschaft»).

Weshalb Menschen Waffen sammeln

Waffen gehörten zu den ersten Werkzeugen der Menschheit. Bereits die Steinzeitmenschen setzen Waffen ein – bei der Jagd ebenso wie bei Auseinandersetzungen. Später kamen Prunk- und Zeremonialwaffen als Symbole der Macht hinzu, es folgten Speere, Lanzen, Pfeilbögen, Messer, Schwerter, Degen, Musketen, Kanonen, Revolver, Pistolen, Maschinengewehre, Granat- und Raketenwerfer, Panzer, Kampfjets, Drohnen – und vieles mehr. Es ist diese Vielfalt der Themenkreise, gepaart mit der enormen Zeitspanne der historischen Entwicklung, die das Waffensammeln zu einem so attraktiven Spielfeld machen, auf dem Jede/r eine individuelle Nische finden kann. Auch wenn Waffen viele Menschen angesichts ihrer tödlichen Wirkung und ihrer Verbundenheit mit Krieg und Greueltaten abschrecken, gehören sie doch zu den ältesten Zeugnissen menschlicher Kultur und Innovationskraft – was sie zu kulturhistorisch, technisch und entwicklungsgeschichtlich wertvollen Sammlerobjekten macht. Mit Waffenmissbrauch, Gewaltbereitschaft oder gar Terrorgefahr hat das Sammeln von Waffen und/oder Militaria so wenig zu tun, wie das Sammeln von Oldtimern mit Geschwindigkeitsexzessen oder das Sammeln von Kreuzen mit religiös-radikalem Extremismus.

Was die Mitglieder der OWG sammeln

Wie bei allen Sammlern, gleichgültig, ob sich diese für Briefmarken, Münzen, Kaffeerahm-Deckel, DVDs, Gartenzwerge oder eben Waffen begeistern, hat jedes Mitglied der OWG seinen ganz eigenen Sammelgrund, widmet sich seiner ganz individuellen Leidenschaft und verfügt über eine ganz persönliche Motivation. Entsprechend vielfältig sind die Sammelgebiete, die Zielsetzungen und Grössen der zusammengetragenen Sammlungen. Bei manchem begann es mit dem vom Grossvater geerbten Karabiner – und mündete in eine lückenlose Sammlung von Schweizer Ordonnanzwaffen. Bei anderen gab ein besonderes historisches Ereignis wie die Schlacht bei Morgarten den Anstoss für den Aufbau einer beeindruckend vielfältigen Sammlung von Hellebarden und antiken Stoss- und Blankwaffen. Nicht wenige sind fasziniert von der Technik von Schusswaffen und deren teils ebenso filigranen wie robusten Systemmechanik. Mindestens ebenso viele sammeln keine Waffen, dafür aber Munition, Fahrzeuge, Uniformen, Abzeichen, Helme oder andere «Militaria». Daher müsste die OWG korrekterweise eigentlich «Ostschweizerische Waffen- und Militaria-Sammler-Gesellschaft» heissen. Mehr Details zu den Sammelgebieten finden sie hier

Was die Mitglieder der OWG tun

Das Vereinsleben der OWG ist sehr abwechslungsreich. Neben Vorträgen, Museumsbesuchen und Exkursionen werden Tausch- und Verkaufsbörsen, Auktionen, Messebesuche sowie Schiessanlässe durchgeführt. Die OWG bietet ihren Mitgliedern nahezu jeden Monat einen besonderen Anlass an. Bei diesen stehen, wie bei allen Vereinen, das gesellige Beisammensein, der gegenseitige Austausch und das «Fachsimpeln» in der Gemeinsamkeit im Zentrum.

Welche Kontakte die OWG pflegt

In der Schweiz gibt es zahlreiche national oder regional aktive Waffen- respektive Militariasammler-Vereine. Im Sinne gegenseitiger Unterstützung und Wertschätzung pflegt die OWG mit diesen einen offenen und transparenten Wissens- und Informations-Austausch.


Schweizerische Gesellschaft für historische Waffen- und Rüstungskunde SGHWR / Association Suisse pour l'Étude des Armes et Armures ASEAA (Website besuchen...)

Associazione Ticinese Tiratori Collezionisti d’Armi (ATTCA) / Tessiner Waffensammler-Gesellschaft (Website besuchen...)

Fachgruppe Schweizer Munition +FCHM+ (Website besuchen...)

Verein Schweizer Armeemuseum VSAM (Website besuchen...)

Gesellschaft Waffen und Militaria GWM (Website besuchen...)

Nordwestschweizerische Waffensammlergesellschaft (NWG)

Club der Waffen- und Patronensammler (CWP)

Club der Waffensammler Zürich (CdW)

Waffensammlerclub Zentralschweiz (WSCZ)

In der OWG vertretene Sammelgebiete

Die Sammelgebiete der Mitglieder der Ostschweizerischen Waffensammler-Gesellschaft sind überaus vielfältig und nicht in jedem Fall klar und eindeutig umrissen. Teils bestehen gewisse Überschneidungen und vieles greift – auf durchaus faszinierende Art und Weise – ineinander. Wie nahezu alle Sammler haben auch zahlreiche Mitglieder der OWG ihre «Objekte der Begierde» über viele Jahre hinweg zusammengetragen. Deshalb widerspiegelt nahezu jede Sammlung auch die individuelle Entwicklung der Interessensgebiete und der Möglichkeiten des Sammlers im Laufe der Zeit.

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Die wichtigsten Sammelgebiete der OWG

Ordonnanz-Waffen

Meist aus der Schweiz, aber auch aus anderen Ländern.

Ordonnanz-Gegenstände (Militaria)

Von Uniformen über Armee-Batches bis hin zu Sackmessern

Fahrzeuge

Vom Pinzgauer bis zum Panzer ist alles vertreten. Meist schränkt der zur Verfügung stehende Raum die Sammeltätigkeit ein

Munition

Von der sauber, fachmännisch aufgeschnittenen Kleinkaliber-Patrone bis zur Panzergranate hat man schon alles gesehen

Blankwaffen

Alle Arten, alle Epochen, alle Grössen, vom mittelalterlichen Schwert über den Dolch bis zum Präsentiersäbel wird alles gesammelt

Schusswaffen

Die Bandbreite reicht von der Vorderlader-Muskete bis zum schweren Maschinengewehr, von der Steinschlosspistole bis zur modernen MP und vom Kleinkaliber-Sportgewehr bis zum mächtigen 500er-Revolver

Systeme

Das Abfeuern einer Treibladung kann auf unterschiedlichste Art und Weise geschehen. Waffensysteme sind daher ein Sammelgebiet, das für technisch Versierte faszinierend schön und für alle anderen ausserordentlich interessant ist

Literatur

Bücher, Zeichnungen, Fotografien und andere Dokumente gehören zu einer Sammlung wie das Salz zur Suppe. Nicht wenige Sammler engagieren sich mit den Jahren auch als Autoren, verfassen und publizieren Fachbücher und Bildbände.

Anderes

Die Liste liesse sich nahezu beliebig weiterführen und verfeinern...

Waffensammler sind «Waffenfans» – keine «Waffennarren»

Überall auf der Welt sammeln Menschen die teils skurrilsten Dinge. Sie alle leben mit der Erkenntnis, dass ein Nicht-Sammler einen Sammler wohl nie wirklich verstehen wird. Doch ist ein (Waffen-) Sammler alleine deshalb ein Narr, weil andere Menschen seine Motivation nicht nachvollziehen können? Träfe dies zu: Die Welt wäre von Narren bevölkert! Tatsächlich sind Sammler – auch Waffensammler – einfach Fans, die nicht aus «Narretei», sondern aus Begeisterung heraus handeln und versuchen, Fragen vorwiegend wissenschaftlich-technischer und (kultur-) historischer Natur mit grossem Engagement und fundierter Seriosität zu beantworten. «Wie funktioniert ein Vorderlader, ein Radschloss- oder ein Steinschlossgewehr?», «Ist eine Patrone mehr als eine miniaturisierte Kanone?», «Wie ist ein Zielfernrohr aufgebaut?», «Wie realisiert ein Büchsenmacher höchste Präzision?», «Welche physikalischen Gesetze bestimmen die Flugbahn eines Geschosses?», «Warum sieht eine Kalaschnikow genau so aus, wie sie aussieht?», «Warum wurde die Walther PPK zur Legende?». So oder ähnlich lauten die vielfältigen Fragen, denen sich Waffensammler widmen – auch in der OWG.

Die zugehörige Fachliteratur über Munitionsentwicklung, Ballistik, Waffen- und Schiesstechnik, Waffensysteme und -entwicklung ist übrigens derart vielfältig – man könnte eine ziemlich grosse Stadtbibliothek damit füllen. Die Verfasser dieser Bücher waren ganz sicher ebenso wenig Narren wie Friederich Nietzsche, der einst sagte: «Es gibt nur ein perspektivisches Sehen, nur ein perspektivisches ‹Erkennen›. Je mehr Affekte wir über eine Sache zu Worte kommen lassen, je mehr Augen, verschiedene Augen, wir uns für dieselbe Sache einzusetzen wissen, um so vollständiger wird unser ‹Begriff› dieser Sache, unsere ‹Objektivität› sein.»

Wie werde ich Mitglied der OWG?

Zunächst muss eine entsprechende Sammlung vorhanden sein. Welchem Gebiet sich diese widmen sollte, was sie beinhaltet und wie umfangreich sie ist, wird nicht vorgeschrieben. Jede/r in der OWG soll und darf sammeln, was ihr/ihm besonders am Herzen liegt. Natürlich sollte die Sammlung aber mit Waffen und/oder Militaria zu tun haben.

Aufnahmeverfahren im Detail…

Welche Regeln gelten für Mitglieder?

Wir legen grössten Wert auf die Seriosität und den guten Leumund unserer Mitglieder. Der Umgang mit Waffen macht dies unabdingbar. Zudem müssen natürlich alle für das Sammelgebiet nötigen Bewilligungen (WES, kantonale Ausnahmebewilligungen) vorliegen.

Informieren, als Anwärter/in mitwirken und dann Mitglied werden

Wir empfehlen allen Interessierten, den direkten Kontakt zum Vorstand respektive den Mitgliedern zu suchen. Wer bereits ein OWG-Mitglied kennt, kann sich von diesem dem Vorstand als OWG-Anwärter/in empfehlen lassen. Das OWG-Mitglied, welches die Empfehlung ausspricht, fungiert während der Anwärter-Phase als «Götti» des potenziellen Neumitglieds und führt dieses im Rahmen der Vereinsanlässe in die Gemeinschaft ein. So lernt man sich gegenseitig besser kennen und jede Seite spürt, ob «es passt». Dieses System hat sich in der Vergangenheit bestens bewährt. Wer noch niemanden aus der OWG kennt und sich aufgrund der Angaben auf dieser Website oder anderweitiger Berichte für eine Anwärterschaft respektive Mitgliedschaft interessiert, kann direkt über diese Website mit dem Vorstand der OWG in Kontakt treten.

Ordentlicher Ablauf der Prüfung von Mitgliedschaftsanträgen

Für die Aufnahme von Anwärter/inne/n respektive neuen Mitgliedern in die OWG sind zwingend folgende Angaben und Dokumente einzureichen (einmalig und vollständig):

Komplette Personalien (Name, Vorname, Adresse, Geb.datum, Telefon, Mail)
– Kopie von ID oder Pass (kein Führerausweis, Studentenausweis o.ä.)
Gültiger Strafregisterauszug (aktuell; nicht älter als 3 Monate)
Kopie eines aktuellen Waffenerwerbsscheines (aktuell; nicht älter als 3 Monate)
– Abriss über das Sammelgebiet und Beschreibung der in der Sammlung vorhandenen Gegenstände (bei sehr grossen Sammlung genügen Auszüge).

Nach Eingang aller aufgeführten Dokumente wird das Gesuch auf Mitgliedschaft zeitnah vom Vorstand der OWG geprüft. Anschliessend kontaktiert ein Aktivmitglied die kandidierende Person, holt bei ihr persönliche Auskünfte ein und nimmt ihre Sammlung in Augenschein. Basierend auf dem Bericht über das persönliche Gespräch entscheidet der Vorstand, ob die kandidierende Person als OWG-Anwärter/in aufgenommen wird. Jede/r Anwärter/in muss während einer zweijährigen Frist eine vorgeschriebene Zahl von OWG-Anlässen besuchen. Dies mit dem Ziel, das gegenseitige Kennenlernen zu fördern. Nach erfolgreichem Bestehen der Anwärter-Zeit entscheidet die OWG-Hauptversammlung über die Aufnahme der Anwärterin respektive des Anwärters als vollwertiges Mitglied.

Kontakt

Wir haben Ihr Interesse geweckt und Sie verfügen über die oben beschriebenen, nötigen Qualifikationen? Dann freuen wir uns darauf, von Ihnen zu hören!
Bitte benutzen Sie für die Kontaktaufnahme das untenstehende Formular. Alle anderen Anfragen zur OWG beantwortet gerne unser Medienvertreter unter: pressestelle@o-w-g.ch

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